Aktionen - Ehrenplätze

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Das Neue Schauspiel Erfurt übergibt Persönlichkeiten, die sich für den Erhalt des Schauspieltheaters in der Thüringer Landeshauptstadt durch besondere Aktivitäten einsetzen einen Ehrenplatz im angestrebten neuen Erfurter Schauspiel.

Die Urkunde

Peter Sodann

Am 24. Januar 2003 nach zwei Stunden kabarettreifer Lesung aus dem von Ernst Röhl geschriebenen Buch "Rat der Spötter", redete der zur Lesung mitgekommene Peter Sodann Klartext zur Schließung des Schauspiels am Erfurter Theater:
 
Babette Lauenstein übergibt Peter Sodann auf dem Podium die Urkunde. "Wer ein Theater schließt, will ein dummes Volk, denn nur ein dummes Volk ist ein gutes Volk", sprach er. Wer verhindern will, dass den Enkeln von heute Namen wie Shakespeare, Goethe oder Schiller künftig nichts mehr sagen, wer sich engagiertes, gegenwartsbezogenes Theater wünscht, der müsse sich für ein Schauspiel in Erfurt einsetzen und dürfe der Abwicklung nicht tatenlos zuschauen. "Wenn ihr mich dabei braucht, bin ich gern bereit zu helfen."
 
Peter Sodann nimmt die Ehrung an. Die über 200 Besucher der Lesung bei Buch Habel auf dem Erfurter Anger nahmen das Angebot mit starkem Beifall an und gingen wahrscheinlich noch frohgelaunter nach Hause, als sie es nach dem offiziellen Ende der Lesung ohnehin getan hätten.
 
 
Der 1936 in Meißen geborene Schauspieler Sodann war dereinst selbst Schauspieler am Erfurter Theater. 1966 wechselte er vom Berliner Ensemble an die Städtischen Bühnen Erfurt (Wanzen in "Egmont", Thersides in "Troilus und Cressida"/Shakespeare). Im Erfurter Theater entdeckte Peter Sodann auch seinen Drang zu baulichen Maßnahmen. So errichtete er u.a. eine Galerie im Theater.
 
Heute ist er Intendant des Neuen Theaters Halle und den Fernsehzuschauern bundesweit besonders als Tatort-Kommissar Bruno Ehrlicher bekannt.