Sommertheater 2015

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  • "BUNBURY oder Ernst sein ist alles" - Komödie von Oscar Wilde
    Sommertheater in der Erfurter Barfüßerruine

    Eine Produktion des Neuen Schauspiels Erfurt
    Deutsche Fassung von Martin Molitor
     
    Vom 17. Juli bis 15. August 2015, täglich außer montags um 21.00 Uhr.


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    Regie: Saskia Leisenberg

    Ausstattung: Miriam Braunstein
    Dramaturgie: Katrin Heinke
    Musik: Friedhelm Mund

    Es spielen:

    John "Jack" WorthingAlexander Jaschik
    Algernon MoncrieffFriedrich Witte
    Gwendolen FairfaxChristiani Wetter
    Cecily CardewMarie Luise Stahl
    Lady BracknellMarkus Fennert
    Dr. Kanonikus Chasuble, Merriman, LaneMartin Molitor
    Miss PrismKatrin Heinke
     



    Was tun, um ungeliebten Verpflichtungen zu entkommen? Man(n) greift zu (Not-)Lügen und reist von dannen. So auch die beiden Dandys Algernon und Jack. Der eine erfindet einen schwerkranken Freund namens Bunbury, um vor lästigen familiären Konventionen aufs Land zu entfliehen. Der andere hat angeblich einen hoffnungslos verdorbenen Bruder mit Namen Ernst in der Stadt, den er zur Vernunft bringen muss. Nur so kann er sich vor der Langeweile des Landlebens aus dem Staub machen und das wilde Leben genießen. Um ihre zweite Identität komplett zu machen, treten die zwei Gentlemen dann auch noch unter falschem Namen auf: Ernst.
     
    Die Liebe bringt das Kartenhaus schließlich zum Einstürzen. Algernons Cousine Gwendolyn entflammt für Jack, Jacks Mündel Cecily wiederum für Algernon, beide in dem Glauben, allein der Name stehe schon für die Wahrhaftigkeit des Angebeteten. Ein rasantes Verwechslungsspiel beginnt, bei dem auch Tante, Diener, Pfarrer und Gouvernante Gelegenheit haben, ihr wahres Ich zu offenbaren.

    Szenenfotos

    Fotos: Axel Heyder

       
       
       
       

     
     
     
    Probenfotos

    Fotos: Alice End

       
       


    Pressestimmen:
     
    Thüringer Allgemeine - 07.08.2015
     

     


     
     
    Thüringische Landeszeitung - 22.07.2015                                            Thüringische Landeszeitung - 20.07.2015
     
      
     

     

     
     
    Thüringer Allgemeine - 20.07.2015
     

     

     

     
     

     
    Allgemeiner Anzeiger - 17.07.2015 - Axel Heyder

     
    Bunbury: neues schauspiel erfurt bringt Oscar Wilde auf die Bühne
     
    Was tun, um ungeliebten Verpflichtungen zu entkommen? Man(n) greift zu (Not-) Lügen und reist von dannen. So auch die beiden Dandys Algernon und Jack. Der eine erfindet einen schwerkranken Freund namens Bunbury, um vor lästigen familiären Konventionen aufs Land zu entfliehen. Der andere hat angeblich einen hoffnungslos verdorbenen Bruder mit Namen Ernst in der Stadt, den er zur Vernunft bringen muss. Nur so kann er sich vor der Langeweile des Landlebens aus dem Staub machen und das wilde Dasein genießen. Außerdem hat so eine Existenz aus Koffern noch die angenehmen Nebeneffekte von Abwechslung und freudvollen Überraschungen. Und weil es Seriosität ausstrahlt und offenbar mancherlei Vorteile bringt, vervollkommnen sie ihre zweite Identität unter falschen Namen: Ernst.
     
    Aber was passiert, wenn junge Damen ins Geschehen treten und die Liebe ins Spiel kommt? Denn Algernons Cousine Gwendolyn entflammt für Jack, Jacks Mündel Cecily wiederum für Algernon, beide in dem Glauben, allein der Name stehe schon für die Wahrhaftigkeit des Angebeteten. Die Gefühle basieren auf Gegenseitigkeit. Doch wer verbirgt sich tatsächlich hinter der seriösen Erscheinung? Wer ist hier wirklich Ernst? Und welches Alter Ego schlummert nur so lange in einer jungen Dame, bis sie ihre Liebe bedroht sieht? Das Lügengebilde kommt ins Wanken, Missverständnisse ins Rollen, Streitigkeiten brechen vom Zaun und hinter der einen oder anderen lieblichen Fassade zeigen sich wahre Abgründe. Ein rasantes Verwechslungsspiel um Schein und Sein, um Fremd- und Selbstbestimmung mit herrlich geistreichem Wortwitz beginnt, bei dem auch Tante, Butler, Pastor und Gouvernante Gelegenheit haben, ihr wahres Ich zu offenbaren.
     
    Am Ende ist einer – zu seiner eigenen Überraschung - doch tatsächlich sich selbst treu geblieben. Nur wer?
     

     

     

     
    Thüringer Allgemeine - 16.07.2015 - Lavinia Meier-Ewert (Foto: Axel Heyder)

     
    Sommertheater in der Erfurter Barfüßerkirche beginnt
     
    Morgen beginnt das Sommertheater in der Erfurter Barfüßerkirche: Oscar Wildes Komödie „Bunbury oder Ernst sein ist alles“.
    „Das Theater Erfurt wird grundlegend umstrukturiert.“ So karg besiegelten die Stadträte an einem Februartag vor 13 Jahren das Ende des Schauspiels am Theater Erfurt. Das einen trotzigen Neuanfang nach sich zog: das Neue Schauspiel, gegründet von Erfurtern, die sich das nicht vorstellen wollten, eine Landeshauptstadt ohne Theater. Warum der Verein nun mit einem 12 Sommer lang gepflegten Ritual bricht – Shakespeare in der Barfüßerruine –, fragten wir Saskia Leisenberg (31), die seit 2004 dabei ist und zum ersten Mal Regie führt.
     
    Hat Shakespeare Ihnen nichts mehr zu sagen?
    Alle guten Komödien haben wir abgegrast; auch „Othello“ oder „Romeo und Julia“. Jetzt „Hamlet“ oder „Macbeth“ draufzusetzen mit jeder Menge Toter, ist nichts für 35 Grad. Im Sommertheater möchten die Leute fluffig unterhalten werden.
     
    Wo siedeln Sie Oscar Wildes Schwindel-Komödie der viktorianischen Upperclass an?
    Weder heutig noch historisch. Die Schauspieler tragen Steam-Punk-Kostüme; wie die Mode von Vivienne Westwood: punkig – mit Strass und Nieten und ausgefallenen Mustern – und historisch, etwa mit Tournüren: diesem Unterbau unterm Rock, der „falscher Hintern“ genannt wurde oder „Hintern von Paris“.
     
    Weil’s so doppeldeutig ist wie der Wortwitz im Stück?
    Weil’s zeitlos ist wie diese Partygespräche im Stück. Die sind wie Unterhaltungen beim Friseur. In denen man Dinge wichtig nimmt, die nicht wichtig sind. Nebensächliches, während anderswo Menschen verhungern.
     
    Also doch Sozialkritik im Sommertheater?
    Oscar Wilde war ja Nutznießer dieser dekadenten Lebensweise. Er hat das genossen und zugleich der Gesellschaft den Spiegel vorgehalten. Sehr witzig und leicht, dabei fundiert und hintergründig. Jeder Satz ist lustig, aber dahinter blitzt Cleverness.
     
    Wie kommen Sie eigentlich an die aufwendigen Kostüme?
    Die macht unsere Ausstatterin Miriam Braunstein. Und wir leihen uns etwas aus dem Fundus der „Schotte“ und vom DNT in Weimar. Aber das dürfen wir dann nicht zerschneiden.
     

     

     

     
    Allgemeiner Anzeiger - 15.07.2015 - Axel Heyder

     
    Auf Lustspiel folgt Lustspiel: neues schauspiel erfurt e.V. - erstmals kein Shakespeare - dafür Oscar Wilde
     
    Neue Lustspiele sind vom großen Mann des Wortes William Shakespeare nicht mehr zu erwarten. Irgendwann musste das «neue schauspiel erfurt» also umstellen, nach elf Jahren der Inszenierung der Komödien des Meisters.
     
    Dem Engländer folgt ein Ire, der ebenso athletisch die Wörter biegen und den Sinn verdrehen kann. ­Oscar Wilde (*1854 Dublin; † 1900 Paris) feierte am 14. Februar 1895 im Londoner St.-James-Theater Premiere mit «Bunbury» einer rasanten Verwechlungskomödie. Mir denen hat auch Regisseurin Saskia Leisenberg (links) Erfahrungen, stand sie doch bei vielen Shakespeare-Inszenierungen an der Seite der Schweizer Regisseurin Sasha Mazzotti. In diesem Jahr trägt sie erstmals die alleinige Verantwortung. «Ich habe das Stück in der Vergangenheit ein paar Mal gelesen», sagt Leisenberg. «Und noch einmal auf der Suche nach dem passenden Stoff für 2015. Oscar Wilde ist in Sachen subtiler Wortwitz ein ebenso großer Meister», erklärt die 32-Jährige. Das Thema sei wunderbar in den Zeiten verschiebbar und die Inszenierung ­werde sich optisch ein wenig am «Steampunk» anlehnen, einer modischen Subkultur die im Kern auf den Modestilen des viktorianischen Zeitalters basiert - allerdings viel mit Zahnrädern, Uhren und technischen Geräten spielt.
     
    Einige Darsteller erkennen die regelmäßigen Sommertheater-Besucher sofort wieder. Viel Erfahrung fließt somit auch von Seiten der Bühnenakteure in die Umsetzung des ­Stoffes. Am Freitag feiert die Inszenierung Premiere.




    Kartenvorverkauf:
     - in der Tourist Information, 99084 Erfurt, Benediktsplatz 1, Eintrittskarte: 20 EUR zzgl. VVK
     - bei: TA, OTZ, TLZ Pressehäuser/Service-Center/Servicepartner / unter www.ticketshop-thueringen.de
                          oder per Telefon Kundenhotline: 0361-227 5 227, Eintrittskarte: 20 EUR zzgl. VVK
     - in unserer Geschäftsstelle Akademische Buchhandlung Hierana, 99084 Erfurt, Futterstraße 12
                          oder per Telefon: 0361-5611 711 / E-Mail: orga@neues-schauspiel-erfurt.de
                          (Kartenvorverkauf in der Geschäftsstelle: Montag - Freitag 15:00 - 17:30 Uhr)